Cocktail-Party-Effekt

Als Cocktail-Party-Effekt (oder Cocktail-Party-Phänomen) versteht man die Fähigkeit eines Menschen, während eines Gesprächs, Umgebungsgeräusche auszublenden und sich so voll und ganz auf die Unterhaltung konzentrieren zu können.

Wichtigste Aspekte

  • Umgebungsgeräusche werden trotz der Unterdrückung unterbewusst wahrgenommen. Den eigenen Namen zu hören, kann zum Beispiel dafür sorgen, dass der Effekt aufhört beziehungsweise nicht eintritt.
  • Störende Schallquellen werden mit circa 9 bis 15 dB unterdrückt. Die Unterhaltung, auf die man sich konzentriert, wird somit in etwa zwei- bis dreimal lauter wahrgenommen.
  • Im Gegensatz zu einem Mikrofon bedarf das menschliche Gehör keiner direkten Ausrichtung auf eine Schallquelle, sondern kann sich auch problemlos auf Töne von der Seite konzentrieren. Eine Bewegung des Kopfes ist nicht notwendig.
  • Der Cocktail-Party-Effekt tritt allerdings nur auf, wenn man auf beiden Ohren hören kann. Menschen, die auf einem Ohr taub oder stark beeinträchtigt sind, nehmen Störgeräusche viel intensiver war.

Es ist bislang noch nicht geklärt, wie das menschliche Gehör und Gehirn diese phänomenale Filtereigenschaft leisten kann.

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